Freitag der 13.te um 9:14Uhr trafen Pete und ich uns an der Halle um den Big Block ins Heim zu bringen, und zwar nach MühlHEIM a.d. Ruhr. Der Bonneville war verkauft und zwar incl. Überführung. Eigentlich nicht schlecht so eine letzte Fahrt, aber es ist Januar und die Temperatur kurz unter dem Gefrierpunkt. Glatteis kommt immer gut in Verbindung mit Heckantrieb und über 500Nm Vortrieb. Nach kurzem Reifenanwärmen hieß es "Go west". Wir hatten fast 300km vor uns und tankten erstmal kräftig auf, um auch kräftig Gas geben zu können. Nach den erst 100km wurde es plötzlich Sommer, die Sonne kam raus und es machte richtig Spaß mit 120km/h über die Autobahn zu kruisen. Ab und an überholte ich Pete mal um ein Foto schießen zu können, das nahm er meist zum Anlass dem Bonneville seine ganze Leistung
abzuverlangen. Die Karre schoss dann links mit einem riesen Lärm und manchmal fast 180km/h an mir vorbei. Wow, das muß man mal gesehen haben. Das breite Grinsen in Petes Gesicht bestätigte den hohen Spaßfaktor. Wir näherten uns dem Ruhrgebiet und so gleich hatte ich einen Ohrwurm von Wolle Petri im Ohr. Ihr seid das Ruhrgebiet, dadadada! Würg! Da immer nur der Auspuff rauchte beschlossen wir es ihm gleich zu tun und hielten mal kurz an um den Motor zu checken. Es war alles in bester Ordnung. Der Biergarten der Raststätte diente dann noch kurz als Klo und weiter ging´s. Außer einer Menge Vortrieb passierte nicht viel. Man muß sich das mal vorstellen, nimmt man Petes und meine Geschwindigkeit zusammen waren wir teilweise mit fast 360km/h unterwegs. Wahnsinn.  Der Jetta war auch
gut in Schuß und Schoss Pete und seinem Bonneville hinterher. Wir kamen in Mühlheim an und trafen uns bei Burgerking mit dem neuen Besitzer. Dann fuhren wir den Bonni in seine Halle und dann zu ihm nach Hause. Ein netter Typ der mitten im Pott auf einer art Ponderosa Ranch lebt. Wir saßen in der Wohnung im geilsten mexican Style und die Pferde schauten zum Fenster rein. Ich bin immer noch begeistert. Der gute Herr baut Harleys um und restauriert welche. Ohne Big Block dafür mit Big Kohle auf  Tasche machten wir uns auf den Heimweg. Vorher sollte es aber noch einen Imbiss geben, also hielten wir wieder bei Burgerking. Der beschissenste Laden der ganzen Nordhalbkugel. In der Auslage lag genau und in vollem Ernst EIN beschissener Burger, vor uns waren aber noch fünf andere Personen dran. Man
kann sich die Wartezeit vorstellen, wir ergriffen die Flucht und liefen draußen der ankommenden Polizei genau vors Auto. Die Aufmerksamkeit der Fahrzeugbesatzung war uns sicher und eine Stilllegung des Jettas schon spürbar. Aber es folgte nur totale Ignoranz. Mit einer Chicago-Wende flüchteten wir zu McDonalds. Als wir dann den Jetta wieder bestiegen, litt die Beschleunigung spürbar unter den Fatboys im Innenraum. Ich gab alles und ließ den Motor voll ausdrehen, bei ca. 195km/h fiel uns der kaputte Bremsschlauch vorne rechts wieder ein und die Radbolzen die nur auf drei bis vier Gewindegängen griffen. Also chillen... Wir holten noch kurz ein paar Felgen für einen Hotrod am Kamener Kreuz ab und mit einem riesen Kackreiz vom Fastfood ging es direkt auf die 220km entfernte heimische Toilette. Prost!