Mit diesem Magazin ging es los! VW Speed 01/97. Ich hatte es mir gekauft, weil ich mit der Schule auf eine Musik-Freizeit gefahren bin. Warum weiß ich auch nicht so genau, denn eigentlich habe ich zu der Zeit ja noch Herpa-Autos gesammelt und umgebaut. Aber irgendwie gefiel mir wohl das Heft und so schlug ich zu und es auch gleich auf der Hinfahrt im Bus auf. Von der heutigen Crew war sonst niemand dabei, also laß ich erstmal alleine die ganze Zeitschrift durch, natürlich nicht im Bus, aber in der Woche der Fahrt. Wie man offensichtlich sieht hatte wohl schon die Titelseite Einfluß auf die spätere Entwicklung. Ein Typ 3 Vari war dort zu sehen und dieser in einem für meine Begriffe geilen Style. Der Vari war ein ex. Bundeswehr-Fahrzeug und wurde von seinem neuen Besitzer kpl. restauriert und umgebaut. Die Kotflügel sind mit der Karosserie verschweißt. Die 68er Stoßstangen um 10cm nach unten versetzt montiert, eine Sache, die ich eigentlich auch beim Cabrio plane. Aber zurück nach 1997. Ich fuhr wieder nach Hause und die Speed lag nun immer in Reichweite in meinem Zimmer, natürlich kaufte ich diverse 1600er in 1:87 und baute diese um. Einen sogar zum Pick-Up, eine durchaus zeitgemäße Sache. Der Typ3 ließ mich nicht mehr los, so einen mußte ich dann wohl haben, zwei Jahre später und im Besitz eines Führerscheins zog ich dann los und schaute mir einige Käfer an, denn ein passender Typ 3 war nicht in Sicht. Doch, als ich gerade in Munster zur
Bundeswehr war, gab es einen in Uelzen nicht zu weit weg und in einer Mittagspause traf ich mich mit dem Verkäufer. Es war Liebe auf den ersten Blick, also riskierte ich lieber keinen zweiten. Es war zwar ein Stufenheck aber ein Automatik und mit dicken Pellen drauf. Die schliffen auch gut an den Kotflügeln, aber der Verkäufer tat wissenlos. Mir war´s auch egal, auch das man im vorderen linken Radhaus einen breiten Riss im Unterbodenschutz sah war Nebensache. Eine Probefahrt und ich war total geil auf den Wagen. Komischerweise waren es meine Eltern auch und willigten ein, die Tieferlegung traf zwar nicht auf Begeisterung, aber sie fanden den Wagen schön und so fuhr ich mit Papa am 23.09.1999 richtung Uelzen. Wir unterschrieben den Vertrag und ich war im Besitz eines 70er VW1600L Automatik. Es konnte losgehen, endete aber schon fast wieder an der Bordsteinkante, denn der Wagen war ganz schön tief und knallte erstmal voll in die Gosse, weiter ging´s. Ich habe noch heute die Atmosphäre der drei schummrigen Rundinstrumente vor mir, im Halbdunkeln ging es nach Hause. Alles klappte prima, keine Pannen nichts, nur geiles Fahren. Zu Hause angekommen warf meine Mutter noch einen Blick auf den Wagen und verstand die breiten Reifen und die flache Erscheinung überhaupt nicht, sie sollte ihn jetzt mal sehen.